Glandorps Gang, Glandorps Hof und Illhornstift
Der älteste unter den großen repräsentativen Stiftungshöfen ist der Glandorps Hof in der Glockengießerstraße 39 bis 53. Er wurde im späten Mittelalter vom Lübecker Kaufmann und Ratsherrn Johann Glandorp (1558-1612) gestiftet. Die im Renaissancestil erbaute Anlage besteht aus einem langgestreckten dreigeschossigen Backsteintraufenhaus, aus zwei Flügelgebäuden mit je sieben zweigeschossigen Reihenhäusern im Hof, aus einem eingeschossigen Gebäude mit 13 sogenannten Gangbuden im angrenzenden Gang und aus einem kleinen Vorderhaus an der Glockengießerstraße. Über dem Durchgang des Hauptgebäudes befindet sich noch heute die reich verzierte Kupfertafel mit der Stiftungsinschrift aus dem Jahr 1612. An den Stifter erinnert auch das Familienwappen von Johann Glandorp.
Unmittelbar neben Glandorps Hof liegt der Glandorps Gang. Hier lebten einst in den 13 Gangbuden unbemittelte Witwen auf nur je 16 Quadratmetern Grundfläche.
Beide Komplexe, Glandorps Gang und Ilhornstift, gehörten der Stiftung "Lübecker Wohnstifte" an, die von der Hansestadt Lübeck verwaltet wurde. Ein gemeinnütziges Wohnungsunternehmen der Stadt Lübeck erwarb dann den Grund und Boden sowie alle Gebäude im Erbrecht.
Ein umfassender Umbau war wegen der schweren baulichen Mängel und der unzureichenden Ausstattung der Wohneinheiten unumgänglich. Im Februar 1976 begann man mit dem Bauvorhaben. Ein Jahr später war es abgeschlossen. Im gesamten Komplex entstanden 23 Wohnungen für ältere Menschen, eine Wohnung für eine kinderreiche Familie, eine Behindertenwohnung und fünf Mietwohnungen. Die neuen Wohneinheiten wurden mit Gaszentralheizung, Voll- oder
Zu finden ist der Glandorps Hof in der Glockengießerstraße 39 bis 53 direkt daneben liegt der Glandorps Gang. Das Ilhornstift ist in der Glockengießerstraße 39 aufzufinden.
